Footer Text: Video Formate   geschrieben Januar 2012 Erfahrungen über das Filmen einer Konzertveranstaltung im 2x CAM Betrieb bei 1080p:50f/s Die Veranstaltung “Das Blaue Einhorn” Einmal im Jahr gibt die Band Das Blaue Einhorn eine “Neujahrs”-Vorstellung in der Passionskirche in Kreuzberg. Ich filme dabei schon seit Jahren. In diesem Jahr will ich einen Video-Film von der Ausfführung in höchster Qualität herstellen. Dazu filme ich im Team mit einem weiteren Videoamateur mit zwei fast gleichen Camcordern von Panasonic im Format 1080p:50 f/s. Verabredet war folgende Filmstrategie: Die Hauptcamera filmt fast immer die gesamte Band (die Totale) sowie in den Pausen auch das Publikum von der seitlichen Empore der Kirche. Die Action-Camera befindet sich am Mittelgang in der ersten Reihe und filmt jeweils die Musiker im Portraitformat sowie Details der Aufführung. Dabei soll möglichst immer der führende Musiker (Solo oder Duett, Kopf/Brust + Musikinstrument) im Bild sein. Ich hatte einen Platz am Mittelgang in der ersten Reihe für die Action-Camera. Das Stativ mit dem ausbalancierten Velbon PH 368 Stativ mit Fluid Control stand vor meinem Sitz. Das ausbalancierte Stativ erlaubte ruckelfreie Zoom- und Schwenkaufnahmen sowol sehr langsam als auch sehr schnell. Auch eine sehr gute ruhige Position der Camera über längere Zeit war gut zu erreichen. Die Bühne begann in einem Abstand von ca. 1,20m mit zwei Stufen. Die 4 Mann der Band waren über die ganze Bühne verteilt. Ich konnte wegen des Weitwinkelobjektivs maximal 3 Männer gleichzeitig auf das Bild bekommen. Die Gruppe stand sehr locker verteilt und hatte reichlich Abstand zwischen sich. Ich selbst bin sehr dicht an die agierenden Künstler mittels Zoom herangegangen. Verglichen mit anderen Aufnahmeorten (z. B. Die kleine Weltlaterne), gab es genügend Licht auf der Bühne. Trotzdem stufte die Camera die Lichtverhältnisse als Kerzenlicht ein. Ich bin begeistert von meiner neuen Technik und meinen Aufnahmen.     4 GB Filmclips Die Vorstellung bestand aus 2 Halbzeiten von je ca. einer Stunde. Der Film wurde daher in je 2 Stücken ohne Unterbrechung zwischen durch aufgenommen. Die Camera macht aus diesem 1 Stundenfilm aber 3 bis 4 Teile von ca. 4GB Dateilänge. An der Stoßstelle zwischen aufeinanderfolgenden Clips entstehen für den Schnitt Probleme. Am Ende eines Clips hört die Tonspur vorzeitig auf, während noch ca 14 bis 20 Bilder folgen. Am Anfang des folgenden Clips startet der Ton zuerst, teilweise mit einigen Bildern. Dann gibt es eine Lücke von Bildern, meistens waren es ca. 14 Bilder. Wenn ich genau wüßte, wie viele Bilder dort fehlen, wäre der Zusammenbau der beiden Clips kein ernsthaftes Problem. Leider schwankt die Anzahl der Bilder von Stoßstelle zu Stoßstelle. Zum Glück habe ich ja 2 unabhängige Filmspuren. Innerhalb der 4GB Clips sind beide Cameras sehr gut synchron. Da die Unterbrechungen jeweils an anderen Stellen der Timeline sich befinden, nutze ich die Synchronität zwischen den beiden Filmspuren um die Lücke richtig zu reparieren. Außerdem wähle ich für dieses Zeitstück immer die Camera mit der durchgehenden Aufnahme. So wird der Film in sich stimmig.     Symmetrische Kreuzblende ohne Störung der Synchronizität des Gesamtfilms Die Tonspur muß über die ganze Filmlänge immer synchron zu den Bildern bleiben. Im gesamten Film habe ich ca. 200 x von einer Camera zur anderen gewechselt. An diesen Stellen will ich jetzt eine Kreuzblende setzen ohne die Synchronizität zu verletzen. Dafür kann ich das Tool "Trimmer" einsetzen (für mich zum erten Mal), welches einen symmetrichen Übergang gewünschter Länge herstellt ohne die beiden Filmclips dabei zu verschieben. Die Endstücke werden einfach um die gewünschte Dauer verlängert. Das habe ich vorher immer per Hand gemacht. Dabei benutze ich dann 2 Spuren für die benachbarten Teile und verlängere die Clips vorn und hinten und verstelle die Anfasser für das Abblenden. Die Clips dürfen dabei aber nicht verschoben werden. Mit dem Trimmer geht das viel bequemer. Nun will ich aber diese Kreuzblende auf alle Schnittstellen übertragen. Das Tool Assistent für DIA-Shows macht dies auch für Filmclips, aber leider wird der Film dabei um den Überlapp kürzer. Auch im Trimmer kann man alle Schnittstellen auf der Spur mit einer Blende über einen Befehl versehen. Leider wird auch hier der Film kürzer. Da hat mir Stefan geholfen mit der Idee: Fixiere die ganze Spur mit dem Schloß (am Anfang der Spur). Und siehe da! Jetzt bleibt die Filmlänge konstant und das Material zum Überlapp für die Kreuzblende wird durch Clip-Verlängerung gewonnen. Mein Dank gilt Stefan !!! Das ist sehr gute Zusammenarbeit!!!     DIA-Shows in 1080p Die HD-Camera habe ich jetzt seit ca. 1,5 Jahren. Zunächst habe ich alles in 1080i gefilmt und nur vereinzelte Probeaufnahmen in 1080p gemacht. Richtig Filmen mit 1080p tue ich erst seit 2 Monaten. Die Bilder werden dabei noch schöner und detailreicher, wenn es genügend Licht zum Filmen gibt. Auf der anderen Seite sind meine Fotos seit ca. 5 Jahren bereits in HD-Qualität (d. h. mehr als 2 Mio. Pixel). Neuere Fotos haben 10 Mio. Pixel. In diesen Bildern kann man hervorragend mit dem VDL-Programm "herunfahren und herumzoomen" und so Bewegung in die Fixbilder bringen. (Das machen ja schon viele von uns). Ich habe mir meine DIA-Show von der Mallorca-Reise 2009 einmal vorgenommen und meine alten Filmausgaben mit einer überarbeiteten Version verglichen. Anlaß dazu war der Wunsch, diese mp4-Files auch auf eine Disk zu brennen. Ich bin zu der Auffassung gelangt, dass der Mehraufwand für eine Überarbeitung der alten VDL-Projekte sich in Grenzen hält. Die Qualitätssteigerung ist dabei beträchtlich, und zwar aus technischen Gründen der höheren Auflösung und wegen meiner geänderten Schnittphilosophie (mit anderen Worten ich habe zugelernt!).     Collagen selber machen Dabei bin ich auf ein altes Problem gestoßen. Zur zeit von VDL 16 habe ich mir eine Reihe von Collagen selber gemacht. Diese sind auch in dem Film verwendet. Jetzt wollte ich auch diese Collagen leicht modifieren. Für wenige Collagen kann ich das direkt im Film machen. Für wiederholte Collagen würde sich der Aufwand für eine neue Collage (oder Übernahme der alten selbstgebauten Collage von früher) lohnen. Leider schaffe ich es nicht diese selbst gemachten Collagen nach den alten Rezepten von Obimad auch in MX einzubauen. VDL MX zeigt die neuen Collagen nicht an. Selbst wenn ich eine vorhandene MX-Collage verändere (*.ctf ==> *.mvd ==> ctf) bleibt die alte, originale Funktion erhalten.     Hat jemand Erfahrung mit VDL MX und selbst gebauten Collagen und weiss wie das funktioniert?  top Praxis 2x CAM-Aufnahmen 1080p:50f/s